Vergewaltigt Tube

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Von den jährigen jungen Männern gaben 44 Prozent an, schon einmal vergewaltigt worden zu sein, davon 41 Prozent von Frauen, 32 Prozent von Männern und 27 Prozent von Tätern beiderlei Geschlechts.

Opfer sind meist jüngere, kleinere, schwächere und in Strafanstalten weniger erfahrene Männer. Viele unterwerfen sich in einer festen Beziehung einem stärkeren Mann, um Schutz vor Gruppenvergewaltigungen zu erhalten.

In Jugendstrafanstalten ist die Rate der Vergewaltigungen höher als in Erwachsenengefängnissen. Sexuelle Angriffe sind die Hauptursache von Selbstmorden in Haft.

Die Täter sind in der Regel jünger als bei Einzelvergewaltigungen und vorwiegend männlich, wenngleich es auch schon Fälle von Mittäterschaft von Frauen gegeben hat.

Mehrheitlich ist die Tat geplant. Wichtig sind die Gruppendynamik sowie spezifische Wert- und Normvorstellungen , die Männlichkeit , Macht , Gewalt und Aggressivität enthalten können.

Die Anpassung an die Gruppennorm gilt als ein Hauptaspekt der Motivation des einzelnen Täters. Je höher der Bekanntschaftsgrad der Täter ist, desto brutaler wird die Tat begangen.

Es gibt nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zu Gruppenvergewaltigungen von Frauen durch Männer ihres räumlichen und sozialen Umfeldes, was darin begründet sein mag, dass Gruppenvergewaltigungen unter den registrierten angezeigten Vergewaltigungen relativ wenig vertreten sind.

In Konfliktfällen wie Kriegen oder Bürgerkriegen oder bei so genannten ethnischen Säuberungen sind weltweit häufig massenweise und systematische vgl.

Sexismus , Androkratie sowie Geschlechterordnung Vergewaltigungen der Frauen von Kriegsgegnern zu konstatieren.

Beispiele für solche Kriegsverbrechen von Männern sind Zwangsprostitution in Wehrmachtsbordellen , [74] Lagerbordellen [75] [76] und japanischen Kriegsbordellen , die Vergewaltigungen von Nanking durch japanische Besatzungssoldaten, die Gewalttaten deutscher Soldaten in den eroberten Gebieten oder auch die 1,9 Millionen [77] Vergewaltigungen in den eroberten Ostgebieten und in Deutschland durch Angehörige der Roten Armee am Ende des Zweiten Weltkrieges und nicht zuletzt Vergewaltigungen in den von alliierten Truppen befreiten Gebieten Frankreichs, Italiens und Deutschlands sowie während der Okkupation Japans ab Beispiele in jüngerer Zeit sind die Jugoslawienkriege , der zweite Kongokrieg , der dritte Kongokrieg [78] und der Konflikt in Darfur , in dem die Dschandschawid systematische Vergewaltigungen begehen.

Über die Hälfte der in Konfliktzonen Vergewaltigten sind Kinder; teils liegt ihr Anteil auch erheblich höher. Dies geht aus einem Bericht von Save the Children hervor.

Bei dem von pakistanischen Militärs und Milizen der islamistischen Partei Jamaat-e-Islami begangene Genozid in Bangladesch wurden zahlreiche Frauen und Mädchen gefoltert, vergewaltigt und getötet.

Tausende bengalische Frauen wurden entführt und als Kriegsgefangene in Bordellen und Armeebasen festgehalten.

Die Gesamtzahl an Vergewaltigungsdelikten wird nach Angaben von Gendercide Watch auf Viele begingen daraufhin Selbstmord. Mit dem Akayesu-Urteil des Internationalen Strafgerichtshofs für Ruanda wurden Vergewaltigung und sexuelle Gewalt als Völkermordhandlungen definiert, wenn sie mit der Absicht erfolgen, eine bestimmte Bevölkerungsgruppe ganz oder teilweise zu zerstören.

Die ehemalige Frauen- und Familienministerin von Ruanda, Pauline Nyiramasuhuko , wurde wegen Vergewaltigung, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vom Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda zu lebenslanger Haft verurteilt.

Sie war die erste Frau, die wegen Völkermord verurteilt wurde. Im Juni verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Resolution , nach der sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten nun als Straftatbestand gilt.

Im April verabschiedete der UN-Sicherheitsrat unter Enthaltung von Russland und China eine weitere Resolution zu sexueller Gewalt.

Die UN-Mitgliedstaaten werden darin aufgefordert, ihre Gesetzgebung zu solchen Gewaltakten zu stärken, die Verfolgung der Täter auszuweiten und die Opfer besser zu versorgen.

Die Resolution sieht zudem UN-Sanktionen im Falle der Anwendung sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten vor. Ein Aufruf zur Gewährung umfassender Gesundheitsservices an die Opfer, der in vorangehenden Entwürfen vorgesehen war, war zuvor — ebenso wie jeglicher Bezug auf die sexuelle Gesundheit — auf Druck der Vereinigten Staaten, Chinas und Russlands entfernt worden.

Im Juni verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Resolution , die sexuelle Gewalt gegen Frauen und Mädchen als Kriegswaffe einstuft.

Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt werden in vielen Ländern als Kriegstaktik eingesetzt, wie in Afghanistan , der Zentralafrikanischen Republik , Tschad , Kongo , Sudan , Bosnien und Herzegowina , Peru und Tibet.

Vergewaltigung wird in bewaffneten Konflikten seit dem Zweiten Weltkrieg verwendet, um die Gegner zu bestrafen und zu erniedrigen, Gemeinden zu destabilisieren, bestimmte religiöse und politische Gruppen auszulöschen, die gegnerischen Truppen zu Racheakten zu provozieren sowie als Belohnung für Siege und Stärkung der Truppenmoral.

Besonders dramatisch stellte sich die Lage im Kongo dar. Nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen ereigneten sich 75 Prozent aller Vergewaltigungen, die die Organisation weltweit behandelte, im Kongo.

Die UN-Resolution vom September stellte fest, dass bis dahin nur wenige der Täter sexueller Gewalt vor Gericht gestellt worden sind. Vergewaltigungen und andere Formen sexueller Gewalt wurden in Ländern wie Chile, Griechenland, Kroatien, Iran, Kuwait, Kongo, Uganda, der ehemaligen Sowjetunion und dem ehemaligen Jugoslawien als Mittel von Kriegen oder politischer Aggression von Männern auch gegen Männer eingesetzt.

Durch die öffentlichen Massen- Vergewaltigungen griffen die Täter das maskuline Selbstbild der jeweiligen männlichen Familienangehörigen an, die in ihrer Wehrlosigkeit als Versager verhöhnt wurden.

RUF-Kämpfer vergewaltigten auch Männer, um sie zu entmännlichen. Ebenso wurden sie gelegentlich von RUF-Kombattantinnen sexuell misshandelt.

So war sexualisierte Gewalt eine verbreitete Kriegstaktik, um den familiären und sozialen Zusammenhalt der jeweiligen Feinde langfristig zu brechen.

Nach einem Bericht des UNHCR werden Massenvergewaltigungen im Bürgerkrieg im Südsudan als Kriegsmittel eingesetzt; für April bis September liegen dem Bericht zufolge Hinweise auf mehr als 1.

Die Massenvergewaltigungen würden von der Regierung aber auch von den Rebellen als Entlohnung für ihre Kämpfer eingesetzt.

Da die Vergewaltigungen systematisch eingesetzt wurden und jeweils gegen bestimmte ethnische Gruppen gerichtet waren, bestehe Grund zur Annahme, dass sie als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit einzustufen seien.

Im Januar hielt Rolf Pohl , Sozialpsychologe an der Leibniz Universität Hannover den siebten Teil seiner Abschlussvorlesung, der sich unter dem Titel Die Zerstörung der Frau als Subjekt mit der Vergewaltigung als Kriegsstrategie befasste.

In den USA ergab eine Untersuchung, dass Vergewaltigungen in der Armee zunehmen, seit Frauen Soldatinnen werden können. Zum Beispiel wurden in der United States Air Force Academy 20 Prozent der Soldatinnen vergewaltigt.

Die überwiegende Mehrheit 80 Prozent zeigte die Vergewaltigung nicht an, da Soldatinnen, die eine Vergewaltigung melden, eingeschüchtert oder sogar bestraft werden.

Auf Vergewaltigungen und alle Formen von sexueller Gewalt wurden und werden auch als Foltermethode eingesetzt. Berichte über sexuelle Gewalt als Mittel der Folter finden sich in der neueren Geschichte in Bezug auf Argentinien und Chile in den er und 80er Jahren; es liegen auch Berichte u.

In der Rechtsprechung internationaler Gerichtshöfe wurde sexuelle Gewalt und Vergewaltigung als Form der Folter erstmals vom Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien ICTY aufgenommen und weiterentwickelt.

Der ICTY erkannte in seinem am Genfer Konvention entsprechen. Vergewaltigung bedeutet eine Verletzung der Autonomie, des Selbstbestimmungsrechts und damit der psychischen Integrität.

Man unterscheidet zwischen physischen und psychischen Folgen einer Vergewaltigung. Physische Folgen einer Vergewaltigung können vaginale und rektale Blutungen, Hämatome und Harnröhreninfektionen sein.

Eine mittels lediglich angedrohter Gewalt erzwungene sexuelle Handlung kann jedoch auch ohne hinterher sichtbare physische Spuren geschehen.

Häufig treten bei den betroffenen Personen zudem psychosomatische Beschwerden auf z. In den meisten Fällen bestehen die Gefahren einer Ansteckung durch Geschlechtskrankheiten und ungewollter Schwangerschaft.

In wenigen Fällen endet eine Vergewaltigung in Verbindung mit massiver Gewalteinwirkung mit dem Tod des Opfers. Laut einer Studie aus dem Jahr resultierten damals in den USA jährlich Die psychische Schädigung des Opfers hält oft lange an.

Viele empfinden während der Tat Todesangst, die meisten befinden sich bei und unmittelbar nach der Tat in einem Schockzustand. An Spätfolgen kann bei Betroffenen eine posttraumatische Belastungsstörung auftreten.

Die Schwere der Reaktionen ist sehr unterschiedlich. Sie hängt unter anderem von den bei der Tat eingesetzten Gewaltmitteln, von dem sozialen Umfeld des Opfers und dessen Umgang mit der Vergewaltigung, von früheren Gewalterlebnissen und vom Alter des Opfers ab.

Einige Opfer finden auch ohne spezielle Betreuung zu einem normalen Leben zurück siehe auch Resilienz , anderen gelingt es nur langfristig und nur durch eine Psychotherapie , die Vergewaltigung zu verarbeiten.

Bis in die er Jahre wurde Vergewaltigung als ein schweres, aber seltenes Delikt angesehen, das von psychisch abnormen Tätern, die der Frau unbekannt waren, begangen wurde.

Erst durch Viktimisierungsstudien , vor allem seit den er Jahren, hat sich die kriminologische Betrachtung völlig gewandelt. So kannten z.

Ein Zusammenhang zwischen der Kleidung und dem Auftreten einer Person und ihrem relativen Risiko, vergewaltigt zu werden, konnte bisher statistisch nicht nachgewiesen werden.

Die Beweislage bei Vergewaltigungen ist schwierig, meist steht Aussage gegen Aussage. Eine erschienene Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen unter Leitung von Christian Pfeiffer stellte fest, dass in Deutschland noch vor 20 Jahren knapp 22 Prozent der Angezeigten verurteilt worden seien, dagegen im Jahr nur noch etwas mehr als acht Prozent der Tatverdächtigen.

Die Gruppe der Fremdtäter sei laut Studie weniger geworden, wurden im Jahr noch etwa 30 Prozent der aufgeklärten Fälle fremden Tatverdächtigen zugerechnet, waren es nur noch 18 Prozent.

Dementsprechend stieg der Anteil der Tatverdächtigen aus dem sozialen Nahraum in diesem Zeitraum von 7,4 auf knapp 28 Prozent.

Der Deutsche Juristinnenbund kritisierte , dass das deutsche Strafrecht keine wirksame Strafverfolgung aller nicht einvernehmlichen sexuellen Handlungen ermögliche und forderte die Bundesregierung auf, das Sexualstrafrecht zu modernisieren.

Genaue Zahlen sind aufgrund einer hohen Dunkelziffer nicht bekannt. Eine Bevölkerungsbefragung in Deutschland ergab, dass 8,6 Prozent der befragten Frauen mindestens einmal im Leben Opfer einer Vergewaltigung, sexuellen Nötigung oder eines entsprechenden Versuchs waren.

Laut einer im September veröffentlichten UN-Studie bekennen sich rund 25 Prozent der Männer in der Asien-Pazifik-Region dazu, mindestens einmal in ihrem Leben ihre Partnerin oder eine andere Frau vergewaltigt zu haben.

Es wird angenommen, dass die Dunkelziffer von Vergewaltigungen zwei- bis hundertfach so hoch wie die Zahl der polizeilichen Meldungen ist.

Als Grund dafür werden Schamgefühle und die Angst des Opfers vor einem Wiedererleben des Traumas oder der Rache des Täters genannt, die Angst, dass ihnen nicht geglaubt wird, sowie die Nähe des familiären Umfelds, aus dem die Täter oft stammen.

Die Bereitschaft von Opfern, die Tat anzuzeigen, ist Umfragen zufolge gering. Vergewaltigung gehört zu den Straftaten, deren Häufigkeit unterschätzt wird.

Die Vergewaltigung hat weltweit eine der niedrigsten Verurteilungsraten von allen Verbrechen. Vergewaltigte Frauen zeigen die Tat bei der Polizei oft nicht an, da sie als Vergewaltigungsopfer sozial gebrandmarkt werden.

Im Strafverfahren haben sie die Hauptbürde zu tragen. Weitere Ursachen können angenommene Beweisprobleme, geringer gesellschaftlicher Status der vergewaltigten Person, fehlende soziale Unterstützung und die Angst vor der Belastung des Verfahrens sein.

Die Initiative Ichhabnichtangezeigt bietet eine Fülle von Erklärungen, warum es nicht zu Anzeigen bei der Polizei kommt.

Zu den genannten Gründen gehören Vergessenwollen, Abwehrreaktionen des sozialen Umfelds, die unsicheren Erfolgsaussichten einer Anzeige und ein auch aufgrund von schlechten Erfahrungen geringes Vertrauen in Polizei und Justiz.

Mit einer Anzeige würden sie das. Vor allem in westlichen Ländern ist über lange Zeiträume relativ synchron ein Kriminalitätsrückgang besonders bei Gewaltkriminalität und Diebstahl gut dokumentiert.

Die Häufigkeit von Vergewaltigungen, die zur Gewaltkriminalität gehören, veränderte sich in unterschiedlichen Ländern jedoch weniger einheitlich.

Die Bereitschaft der Opfer, Anzeige zu erstatten stieg zwar überall an. Die Zeiträume der Anstiege lagen in unterschiedlichen Ländern jedoch etwas anders.

In den USA stiegen die Anzeigeraten das Verhältnis der angezeigten zu den tatsächlichen Fällen von gewalttätigen, auch sexuellen Übergriffen in den er Jahren etwas und ab Mitte der er Jahre stark an.

Ein Grund für die gestiegene Anzeigebereitschaft ist die verringerte Toleranz gegen sexuelle Gewalt und Gewalt gegen Frauen im Allgemeinen, zumindest in westlichen Gesellschaften.

Auch die Polizei ist als Teil der Gesellschaft von der geänderten Kultur beeinflusst. Dadurch stieg ihre Bereitschaft, solche Vorfälle ernst zu nehmen und als Kriminalität zu registrieren — auch um öffentlicher Kritik vorzubeugen.

Der kulturelle Toleranzlevel für Gewalt änderte sich zumindest seit den er Jahren. Vorfälle, die heute angezeigt werden, wurden früher zwar als unerwünscht, unfreundlich oder inakzeptabel bezeichnet, aber nicht als kriminell.

Beispiele sind Partnerschaftskonflikte oder ungewollte, sexuelle Berührung in der Öffentlichkeit. Der Kriminologe Michael Tonry meint, der kulturelle Wandel beträfe auch die Begriffe.

Viele Bewertungen von sexuellen Übergriffen haben sich verschoben. So auch Vergewaltigungen und versuchte Vergewaltigungen durch Bekannte, den Ehemann, oder bei Frauen, die auf der Suche nach einer Beziehung sind.

Dies ist auch ein Erfolg des Feminismus der er und er Jahre. Politische Bewegungen bewirkten Verschärfungen von Gesetzen und veränderten auch der Auslegung bestehender Gesetze.

Änderungen des Anzeigeverhaltens, juristische Änderungen, einer erweiterten Registrierung durch die Polizei und der geänderten gesellschaftlichen Toleranz führten zu einem wesentlich Anstieg der Fallzahlen gegenüber den tatsächlichen Vorfällen in den Kriminalstatistiken aller entwickelten Länder.

Laut deutscher Polizeistatistik wurden in Deutschland In diesen Zahlen sind Versuche enthalten. Zu erwähnen ist hier, dass es sich bei den Angaben um die Zahl der Anzeigen handelt, nicht die der Verurteilungen.

Im Jahr sind in Deutschland 7. Hinzu kommt, dass nicht alles Angezeigte aufgeklärt wird, nicht alles Aufgeklärte wird angeklagt und nicht alles Angeklagte wird auch abgeurteilt.

Bei der Interpretation des zeitlichen Verlaufs sind die weiter oben beschriebenen kulturellen Veränderungen zu berücksichtigen.

Das sind die steigende Anzeigebereitschaft, die sich verringernde gesellschaftliche Toleranz gegenüber Gewalt, Verschärfungen von Gesetzen und ihrer Auslegung.

Die europaweit vergleichende Studie von Jo Lovett und Liz Kelly benennt als mögliche Gründe hierfür u.

So besitzen sie als Verfahrensbeteiligte das Recht, eigene Anträge zu formulieren, und haben nicht lediglich die Rolle eines Zeugen inne — wie z.

Die schwedischen Häufigkeitszahlen sind nicht direkt mit Zahlen aus anderen Ländern und älteren schwedischen Zahlen vergleichbar, weil Serientaten mittlerweile hochgerechnet in die Statistik eingestellt werden.

Japan wies, basierend auf Zahlenmaterial aus den er und er Jahren, die niedrigste Anzahl angezeigter Vergewaltigungsfälle und die höchsten Aufklärungsraten in allen entwickelten Ländern auf.

Eine Studie aus dem Jahr wertete den Verlauf von Strafanzeigen wegen Vergewaltigung aus. Die Untersuchung stützt sich jedoch nicht auf die Einstellungen der Beamten, sondern wertet den Verfahrensverlauf nach einem eigenständigen Satz von Kriterien aus.

Das knappe Ergebnis lautet, dass während der Ermittlungen bis zur Eröffnung des Hauptverfahrens drei Prozent Falschanschuldigungen festgestellt wurden und in etwa 80 Prozent der Fälle das Strafverfahren eingestellt wurde.

In 33 Prozent der Fälle habe die Tat rechtsmedizinisch nachgewiesen werden können, in den restlichen 40 Prozent sei das Ergebnis der Rechtsmedizin nicht eindeutig.

Die Tendenz zur Falschbeschuldigung sei laut Püschel in den letzten Jahren erheblich gestiegen, zuvor habe sie über Jahrzehnte konstant bei fünf bis zehn Prozent gelegen.

In einer im Auftrag des britischen Innenministeriums durchgeführten Untersuchung wurden 2. Davon wurden 8 Prozent von Polizeibeamten als Falschbeschuldigungen klassifiziert.

Nach näherer Analyse und Anwendung der Home-Office-Richtlinien schrumpfte der Anteil der Falschbeschuldigungen auf 3 Prozent.

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass in der Polizei weiterhin ein Misstrauenklima gegenüber Vergewaltigungsopfern herrsche und die Häufigkeit von Falschbeschuldigungen überschätzt werde.

Mit wenigen Ausnahmen handelte es sich um Fälle mit eindeutiger Beweislage im Hinblick auf diese Straftaten. Auch nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen noch fragliche Fälle werden in der Regel als Anzeige wegen Vergewaltigung oder sexueller Nötigung an die Staatsanwaltschaft abgegeben.

Trotz vieler Inkonsistenzen in den Zeugenaussagen und dem Vorliegen weiterer Kriterien, welche die Glaubwürdigkeit in Frage stellen, bleibt letztendlich die Aussage des angeblichen Opfers neben der des von ihm Beschuldigten stehen; andere Personen- oder Sachbeweise liegen in ausreichender Beweiskraft in der Regel nicht vor.

Deshalb unterbleibt bis auf wenige Ausnahmen auch eine Anzeige wegen Vortäuschens einer Straftat bzw. Gewaltsame Begattungen wurden bei vielen Spezies von Säugetieren, Vögeln, Insekten und Fischen beobachtet.

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